Vorderrheinweekend 28.05.2011

Ein bisschen neidisch auf Martinas Deluxe-Schlafsack, blinzle ich unter meiner tief ins Gesicht gezogenen Eskimo-Mütze hervor und überlege mir, wie es soweit kommen konnte, dass mein einst so kuschliges Schlafgemach für unterwegs jetzt auch die letzte Feder gelassen hat.
Doch zum im Grübeln zu versinken war der Morgen viel zu schön. Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich den Weg durch die Ritzen der Scheune und mit ihnen verschwand jedes Gefühl der Kälte. Vorfreude auf einen Paddel-Tag per excellence und den feinen Butterzopf von Frau Walter machte sich breit.
Zuerst galt es aber noch den Weg vorbei an den bissigen Köter unserer Zimmergenossen zu finden. Dafür am besten die Anweisungen von Silvan befolgen: Kein direkter Augenkontakt, keine hastigen Bewegungen, nicht rennen und vor allem nicht ein Gefühl der Angst vermitteln. All das befolgend erntete ich nur noch ein argwöhnisches Knurren und nicht mehr ein wildes Schnappen wie am Tag davor.
Die Mutprobe hat sich gelohnt, das Frühstück ist wie jedes Jahr köstlich! Danach gilt es die Kajaks aufzuladen und ab auf den Bach. Der Vorderrhein zeigte sich von seiner schönsten Seite: Klarstes, sprudelndes Wasser in dem sich die Felsen der Rheinschlucht spiegelten und die Sonne die Wasseroberfläche in einen glitzernden Teppich verwandelte.
Unsere Paddeltruppe war dementsprechend in Hochform und wir meisterten alle Passagen mit Bravur. Sogar das schwarze Loch vermochte niemandem Angst zu machen!
So konnten wir alle ein paar wunderbare Stunden höchsten Paddel-Genuss erleben und uns danach mit dem selbst gemachten  Holunderblütensirup im Linx-Beizli erfrischen. Danach hiess es schon wieder Abschied nehmen von der atemberaubenden Rheinschlucht und dem schönen Bündner Land. Doch heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage!

So long, Mimi

 

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